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Schneller Adventskalender – DIY

Schon am kommenden Wochenende ist der erste Advent. Zeit, Plätzchen zu backen, den Wunschzettel zu schreiben und … ach ja … ein Adventskalender fürs Lieblingskind. Da mit der Mini-Mona nicht wirklich viel Zeit fürs Nähen bleibt und ich den gekauften Kalender aus dem letzten Jahr nicht so schön finde, entschied ich mich für die zeitsparende Variante für Muttis. Aus Butterbrot-Tüten! Diese waren schon eine geeignete Herberge für die Geburtstags-Give-Aways.

Für alle anderen Muttis im Vorweihnachtsstress hier die Anleitung, wie man in nur einer Stunde einen eigenen kreativen Adventskalender bastelt.

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Ihr braucht:
– Frühstückstüten oder Butterbrot-Tüten
– Washi-Tape
– Stifte
– Schere
– Material zum Befüllen (z.B. Gummibärchen, Schoko-Taler, Wichtel, Müsli-Riegel, Lollies, Stempelstifte, Badeschaum, kleine Autos, Haarspangen, …)

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Schritt 1
Mit dem Stift und dem Washi-Tape als erstes die Butterbrot-Tüten verzieren. Wer nicht gern malt oder es etwas schicker möchte, findet auch viele kostenlose Zahlenvorlagen im Netz (z.B. hier). Ich habe mich für Tannenbäume, Kerzen, Schlitten, Sterne, Schneemänner und ähnlich Weihnachtliches entschieden. Hier eine kleine Auswahl der Motive:

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Schritt 2
Fast fertig, denn nun fehlt nur noch der Inhalt. Also immer ein oder zwei kleine Dinge in einer Tüte deponieren, zufalten, festkleben, fertig. Einfacher geht es wirklich nicht.

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Schritt 3

Die fertigen Tüten könnt ihr entweder mit einem Faden versehen, mit Wäscheklammern an einer Leine festmachen oder, wie ich, in einem Kistchen sammeln.
Da das Lieblingskind noch nicht selbst lesen kann, braucht es so immer nur das erste Tütchen herauszunehmen. Großen Kindern bereitet das Suchen der Zahl sicher mehr Spaß.

Und das war es schon. Schnell, einfach, kreativ.

Eine schöne Woche und einen besinnlichen ersten Advent.
Eure Mona

Sabberschutz für die Babytrage nähen – DIY

Babys sind Traglinge – im Arm, im Tragetuch oder in einer Babytrage. Aber nicht nur Babys profitieren vom Getragenwerden. Mit dem Winzling vor dem Bauch oder auf dem Rücken hat Mama oder Papa die Hände frei für andere Dinge.

Als unerlässliches Accessoire zur Trage gehörte bei uns der Sabberschutz, denn das Lieblingskind hatte die Manduca zum Fressen gern. Die beiden Träger waren immer eins zwei fix vollgesabbert. Zu diesem Zeitpunkt staubte meine Nähmaschine noch auf dem Bücherregal ein, deshalb war der Sabberschutz an meiner Manduca gekauft. Dank meines deutlichen Nähfortschrittes im letzten Jahr, kann ich mir den Sabberschutz nun selbst nähen.

Das geht wirklich einfach und deshalb heute eine kurze Anleitung.

Ihr braucht:
– Außenstoff (z.B. Baumwollstoffe)
– Innenstoff (z.B. saugfähige Stoffe wie Frottee)
Schneidematte und Rollschneider
– Nadeln und Nähgarn
Kam Snaps und die dazugehörige Zange

Schritt 1
Schneidet den Innen- und Außenstoff auf ein Maß von 23,5 cm x 17,5 cm (Länge x Breite bzw. Höhe) mit dem Rollschneider zu. Die Nahtzugabe ist bereits enthalten.

Schritt 2
Legt den Innen- und Außenstoff rechts auf rechts (also die schöne Seite auf die schöne Seite). Fixiert alles mit Nadeln und näht einmal füßchenbreit an drei der vier Seiten entlang. Lasst an der vierten Seite eine etwa 5-6 cm große Wendeöffnung. Bevor ihr alles wendet, den Stoff zurückschneiden oder versäubern. Dann alles wenden.

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Nach dem Wenden, bügeln und die Wendeöffnung mit Nadeln feststecken. Anschließend einmal mit der Nähmaschine knappkantig entlang aller vier Seiten nähen. Dabei verschließt ihr die Wendeöffnung – quasi ganz automatisch.
Wer möchte und schon etwas Erfahrung an der Nähmaschine hat, kann nun noch einmal mit einem Schrägband die äußere Kante rundherum einfassen.

Schritt 4
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Um den Sabberschutz anbringen zu können, fehlt noch eine Befestigungsmöglichkeit. Dazu benötigt ihr die Kam Snaps. Diese werden an allen vier Ecken angebracht. Am besten, ihr probiert an der Trage die genaue Position aus. Bei mir habe ich die Kam Snaps jeweils 2,5 cm von den Seiten entfernt angebracht.


Schritt 5

Die fertigen Schoner an der Trage anbringen. Fertig.
Baby einladen, losspazieren 🙂 P1160617_01
Viel Spaß beim Nachmachen.

Einen schönen Creadienstag wünscht euch,
Eure Mona

 

 

 

Eine Zuckerstange häkeln – Last Minute Baumschmuck

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Kaum zu glauben, aber morgen ist schon Weihnachten!! Uaaahh. Alle, die ihre Liste mit Geschenken noch immer nicht abgearbeitet haben, steht spätestens heute der Angstschweiß auf der Stirn.
Kaufhäuser, Spielwarenläden und Supermärkte betrete ich ab sofort nur noch im äußersten Notfall. Dort regieren die verzweifelten Vor-Weihnachtswütigen, die in Panik ihre letzten Besorgungen erledigen.

Wohl dem, der seine Geschenke schon besorgt und sorgfältig eingepackt hat. Der/die kann nun entspannt dem Fest der Liebe entgegenschauen.

Da ich nicht mehr durch den Supermarkt flitze, zeige ich euch heute eine Last-Minute Baumdeko: eine gehäkelte Zuckerstange. (Popcorn fand ich dann doch zu Amerikanisch.) Die Anleitung stammt von Yarnspiration und ist wirklich super-einfach. 40 Luftmaschen als eine Kette häkeln und dann nur noch fleißig drei Stäbchen in jeweils eine Masche.IMG_0892_01
Die entstandenen Farb-Schlangen (vorzugsweise natürlich in rot und weiß) umeinander wickeln. Für die nötige Form habe ich einen Pfeifenreiniger mit eingewickelt. Zum Schluss fehlt noch eine Schlaufe aus Garn als Anhänger für den Weihnachtsbaum.

So, nun hoffe ich, dass ihr ganz entspannt euren Weihnachtsbaum schmückt, die Geschenke einpackt und aus dem Fenster still lächelnd die Leute beobachtet, die noch verzweifelt ihre Einkaufstüten tragen.

Ich wünsche euch allen ein tolles Weihnachtsfest, einen Berg Geschenke und leckeres Essen. Bis ganz bald, eure Mona

P.S. Verlinkt beim Creadienstag.

Ein Lesezeichen aus Grannys häkeln – DIY

Das Weihnachtsfest naht, Zeit sich etwas Gedanken über Geschenke zu machen. Etwas Kleines, Praktisches soll es sein, dass aber zugleich nicht zuviel kostet und im Idealfall noch mit Liebe selbstgemacht ist/ wurde. Gleich vier Dinge auf einmal – also das geht nun wirklich nicht, oder?

Da ich in letzter Zeit wieder etwas mehr lese, kam mir spontan die Idee aus kleinen Grannys ein Lesezeichen zu häkeln. Das fand ich so einfach und genial, dass ich euch heute hier zeige, wie ihr auch so ein nettes kleines Mitbringsel bzw. Geschenk anfertigen könnt.

Zum Nachmachen braucht ihr:
– Wolle (bestens geeignet sind Wollreste, bei mir Catania von Schachenmayr in allen möglichen Farben)
– eine Häkelnadel (entsprechend der angegebenen Nadelstärke auf dem Etikett eurer Wolle)
– eine Wollnadel
– eine kleine Schere

Zeitaufwand: ca. 2-3 Stunden (je nach Häkelerfahrung)

Schritt 1
Zunächst häkelt ihr euch drei kleine Grannys. Das Design könnt ihr dabei ganz Belieben auswählen. Ob das klassische Granny oder eine anspruchsvollere Variante, Hauptsache klein. Das heißt, ihr häkelt nur wenige Runden (z.B. die ersten drei).
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Meine Mini-Grannys häkeln sich wie folgt:

Anfang: Häkelt 5 Luftmaschen, die ihr mit einer Kettmasche in die erste Masche zu einem Kreis schließt
1. Runde: Drei Luftmaschen (die ersetzen das erste Stäbchen), drei Stäbchen, eine Luftmasche, vier Stäbchen, eine Luftmasche bis ihr vier Cluster von jeweils 4 Stäbchen habt. Farbe wechseln. 2. Runde: Bei einer Luftmasche, die zwei Stäbchen Cluster voneinander trennt, beginnt ihr mit der neuen Farbe und arbeitet wieder drei Luftmaschen (als Ersatz für das erste Stäbchen), drei Stäbchen, eine Luftmasche, vier Stäbchen, eine Luftmasche, … bis zum Ende der Runde. Die Runde schließt ihr mit einer Kettmasche in die dritte Luftmasche vom Beginn.
3. Runde: Jetzt werden nur noch feste Maschen in jeweils eine der Maschen aus der Vorrunde gehäkelt.
Fertig. Das Ganze bitte dreimal.

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Schritt 2
Die Mini-Grannys müssen nun miteinander verbunden werden. Das geht am besten mit dem Überwendlingsstich und einer Wollnadel, denn dabei entsteht eine flache Naht. Die Grannys dazu an einer Seite aneinanderlegen und vernähen.

Schritt 3
Zum Schluss habe ich noch einmal eine Runde um alle drei Grannys herumgehäkelt. Sollten an den „Nahtstellen“ zwischen den Grannys Lücken entstanden sein, könnt ihr diese in der letzten Runde füllen. Dazu häkelt ihr ansteigend halbe, ganze und /oder doppelte Stäbchen bzw. absteigend doppelte, ganze oder halbe Stäbchen.

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So könnte euer fertiges Lesezeichen dann am Ende aussehen. Platt wie ein Flunder, aber äußerst praktisch für vergeßliche Leser (und unschöne Eselsohren im Buch sind außerdem Geschichte).

Einen schönen Creadienstag wünscht
Eure Mona

Ein Windlicht basteln – DIY

In der Adventszeit erhellen vielen Lichter am Abend die Fenster: dezenten Sterne, blinkende Schneemänner, Renntiere oder ganze Teppichen von Lichterketten. Innen sind es oft eher die Kerzen am Adventskranz, die für stimmungsvolles Licht sorgen.

Ich selbst bin ein großer Fan von Kerzen besonders im Winter. Sie vermitteln Wärme und Gemütlichkeit. Klar, dass ich auch von Windlichtern begeistert bin. Deshalb gibt es heute hier die Anleitung für ein gefaltetes Windlicht.IMG_0781_01

Ihr braucht dazu:
– einen Bogen Transparentpapier aus dem Bastelbedarf
– eine Schere
– ein Lineal
– Klebstoff
– ein Teelicht

Zeitaufwand: 30 Minuten

Dann kann es auch schon losgehen.

1. Aus dem Transparentpapier ein A4 großes Stück Papier ausschneiden. (Dabei ggf. auf den Verlauf des Musters achten.)

2. Am oberen Rand und an der Seite einen schmallen Streifen (ca 0,5 bis 1 cm) nach „innen“ umschlagen.

3. Das A4 Blatt zunächst waagerecht und anschließend senkrecht falten. Am Ende sollte euer Papier in 16 Quadrate unterteilt sein.

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4. Nun in der Diagonalen falten. Dabei verbindet ihr quasi die gegenüberliegenden Ecken eines Quadrates. Erst von der einen, dann von der anderen Seite.

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5. An der unteren Seite (dort, wo ihr nicht umgeschlagen habt) mit der Schere dreimal einschneiden.

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6. Den Umschlag am oberen Rand festkleben. An der Seite dient der Umschlag zum Schließen des Quaders bzw. Windlichtes.

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7. An der unteren Seite werden die vier Laschen miteinander verklebt. Sie bilden den Boden des Windlichtes. (Am besten mit einer Hand von innen gegendrücken.) Etwas warten bis alles gut getrocknet ist 😉

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8. Jetzt braucht ihr etwas Fingerspitzengefühl. Vorsichtig werden nun einzelne gefaltete Quadrate nach innen gedrückt. So immer fortfahren bis zum oberen Ende des Windlichtes.

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9. Am Ende ein Teelicht in das Windlicht stellen und vor Freude um die Wette strahlen!  IMG_0756_01IMG_0768_01

Von oben sieht das etwa so aus.
Mein Windlicht steht in einem alten kleinen Joghurt-Glas, damit nichts anbrennt.

Die Größe des Transparentpapiers zu Beginn bestimmt übrigens die Größe des Windlichtes. Probiert es einfach aus. Außerdem kann ich mir so ein Windlicht gut auf einer Hochzeit oder anderen Feier vorstellen.

Euch viel Spaß beim Falten und Nachmachen. Bei Fragen wie immer gern per Mail oder Kommentar.

Einen schönen Creadienstag,
Eure Mona

Tipps und Tricks zum Nähen eines Fahrradsitzüberzugs

Kennt ihr das auch? Einen nassen Fahrradsitz für das Lieblingskind nach den Regen der letzten Nacht? Die morgendliche Hektik, wenn das Fahrrad dann nicht verfügbar ist und man spontan – trotz Zeitnot – ein anderes Gefährt aus der Tasche Garage zaubern muss.

So ging es mir jedenfalls letzte Woche, als ich meine „dekorative“ Mülltüte verloren hatte, die bisher als Fahrradsitzüberzug diente. Genervt machte ich mich auf in die Kita und setzte mich nachmittags vor den Rechner, um nach einem neuen Fahrradsitzüberzug zu suchen. Im Internet wurde ich schnell fündig für eine eigene Variante: den Ratz-Fatz Kinderüberzug für’s Fahrrad von Pattydoo.

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Zu dieser Anleitung möchte ich heute ein paar Tipps und Tricks mit euch teilen, die mir geholfen haben, meinen eigenen Kinderüberzug zu nähen. Vielleicht helfen sie euch ja genauso.

Zum Nachmachen braucht ihr:

1. Die Anleitung: zu finden bei Pattydoo

2. Stoff: 75 cm Wachstuchtoff (z.B. beim Möbelschweden zum Super-Preis von 8 Euro/ m)

3. Weitere Materialien:
– zwei Ösen für den Kordelzug (z.B. Nähfrei Ösen von Prym),
– zwei Kordelstopper,
– Reflektorband (z.B. selbstklebend von Prym),
– einen Wollrest (statt der Gummikordel von Pattydoo),
– eine Nähnadel und eine Häkelnadel,
– Stifte und eine Schere

Zeitaufwand: für Näh-Anfänger wie mich würde ich etwa 2,5 bis 3,5 Stunden einplanen (inkl. Zuschneiden)

Beim Zuschneiden und Nähen folgt ihr der Anleitung von Pattydoo. Beachtet auch die Hinweise von ihr zum Nähen von Wachstuchstoff, der hat nämlich so seine Tücken.

Tipp 1 – Änderungen im angegebenen Material
Die von Pattydoo angegebenen Materialien habe ich zum Teil durch recycelte Materialien ersetzt. Statt des Gummizugs aus der Anleitung verwendete ich eine lange Luftmaschenkette, die ich aus einem Wollrest herstellte. Die Länge von 1,60 m habe ich beibehalten. Außerdem nutzte ich die Kordelstopper von einer alten Strickjacke.

Tipp 2 – Die Kordel einfädeln
IMG_0099_01 IMG_0100_01Damit ihr euch nicht die Finger wund fummelt beim Einfädeln der Kordel/ Luftmaschenkette kommt hier Tipp 2.
Auf die Nähnadel einen Faden auffädeln, den ihr anschließend durch die Kordel oder die Luftmaschenkette durchstecht. Dann geht es ganz einfach mit dem Einfädeln der Kordel Dank der größeren Nadel, die sich bequem durch den Tunnel für den Kordelzug navigieren lässt.
Am Ende einfach den Hilfsfaden durchschneiden und auf die Kordel den Stopper auffädeln, damit nichts mehr verrutschen kann. (Noch einfacher geht es nur mit einer Wollnadel mit einem flexiblem Öhr wie beispielsweise hier – tolle Erfindung sag ich euch!)

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Tipp 3 – Das Reflektorband aufpeppen
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In der Anleitung wird das Reflektorband aufgenäht. Leider gab es im Kurzwarenladen nicht die Variante zum Aufnähen. Daher fiel meine Entscheidung auf das selbstklebende Band. Aber ein bloßer Streifen auf der Rückseite des Sitzes war mir irgendwie zu langweilig, oder?

Grübel, grübel. Da kam mir eine andere Idee, bei der ein Teelicht behilflich war. Das Teelicht hat nämlich zufälligerweise dieselbe Größe wie die Punkte auf dem Stoff. Deshalb diente es als Schablone, mit deren Hilfe ich Punkte aus dem Reflektorband ausgeschnitten habe. Diese auf dem Stoff nach Belieben platzieren (natürlich der Rückseite des Sitzes!) und aufkleben. Tadah!

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Tipp 4 – Diebstahlschutz
Mit so einem hübschen und zugleich praktischen Überzug weckt man neidische Blicke. Damit es bei den Blicken bleibt und mir niemand das gute Stück stibitz, werde ich mir noch eine Diebstahlsicherung einbauen. Meine noch zu erprobende Idee: ein Kabelschloss statt der Kordel! Demnächst werde ich mir dieses Kabelschloss bestellen und die Idee ausprobieren. Bericht folgt natürlich. (Eventuell müsst ihr je nach Schloss die Ösengröße variieren.)

So, nun kann mich der Regen im Herbst nicht mehr ins Schwitzen oder Zeitnot bringen. Dank wasserabweisendem Wachstuchstoff bleibt der Fahrradsitz fürs Lieblingskind wunderbar trocken.

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Viel Spaß beim Ausprobieren meiner Tipps und Tricks.

Ich wünsche euch einen tollen Creadienstag,
Eure Mona

Ein Dreieckstuch häkeln – DIY

Nun ist er endgültig da der Herbst und mit ihm scheinbar im Doppelpack der Winter. In den letzten Tage fand ich es mitunter so kalt, dass ich schon meine Winterjacke aus dem Schrank geholt habe. Als passendes Accessoire für die Jacke beschloss ich mir ein Dreieckstuch zu häkeln. Damit ihr mindestens genauso gut gewärmt durch den Winter kommt, gibt es heute hier eine Anleitung für ein gehäkeltes Dreieckstuch.

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Zum Nachmachen braucht ihr:
1. Wolle
Wenn ihr Häkelanfänger seid, empfehle ich ein großes einfarbiges Knäuel (am bestens mit Farbverlauf). Alle, die schon über etwas Häkelerfahrung verfügen, können sich gern mehrere Farben besorgen und diese kombinieren.
2. Eine Häkelnadel
Diese sollte zu eurer Wolle passen. Die Angabe dazu findet ihr auf dem Etikett der Wolle.
3. Eine kleine Handarbeitsschere
4. Eine Wollnadel zum Vernähen der Fäden (insbesondere, wenn ihr die Farben wechselt)

Zeitaufwand: Je nach Häkelerfahrung und Farbwahl etwa drei bis vier Abende.

Schritt 1
Als erstes beginnt ihr mit einer Anfangsschlaufe. Dazu mit dem Faden eine Schlaufe bilden und dadurch erneut den Faden mit der Häkelnadel ziehen. Nun befindet sich auf der Häkelnadel eine Schlaufe, in die ihr eine kleine Reihe von fünf Luftmaschen häkelt.
Luftmaschen entstehen, wenn ihr durch die Anfangsmasche mit der Häkelnadel immer wieder den Faden zieht bzw. den Faden holt.

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Wenn ihr fünf Luftmaschen gehäkelt habt, stecht ihr mit der Häkelnadel in die erste Luftmasche am Anfang eurer kleinen Reihe und häkelt eine Kettmasche. Das heißt, ihr holt den Faden durch die zwei Schlingen auf der Häkelnadel. (Nämlich die erste Luftmasche der Reihe und die zweite Schlinge auf der Häkelnadel.)
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Schritt 2
Nun häkelt ihr wieder vier Luftmaschen (die ersetzen das erste Stäbchen plus eine Luftmasche). Anschließend häkelt ihr in den Ring noch drei weitere Stäbchen. Dazu durch die Mitte des Ringes stechen und den Faden holen. (Wer Hilfe beim Stäbchen-Häkeln braucht, schaut bitte hier.) Nach den drei Stäbchen folgen drei Luftmaschen, die bilden eine Ecke des Dreiecks. Anschließend noch einmal drei Stäbchen in den Ring häkeln. Ihr schließt die erste Runde mit einer Luftmasche und einem weiteren Stäbchen. Am Ende sollte euer Häkelwerk so aussehen wie Bild vier unten rechts.

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Schritt 3
Nun wendet ihr die Häkelarbeit, sodass der Faden hinter dem bisher Gehäkelten liegt. Die zweite Runde beginnt ihr wieder mit vier Luftmaschen und drei Stäbchen, die ihr in den Zwischenraum vom ersten und zweiten Stäbchen der letzten Reihe häkelt. Dann folgt eine Luftmasche. In die Spitze des kleinen Dreiecks häkelt ihr nun drei Stäbchen, drei Luftmaschen und drei Stäbchen (siehe Bild vier, unten rechts). Nach der Spitze wieder eine Luftmasche, drei Stäbchen, eine Luftmasche und ein Stäbchen in die Lücke zwischen dem ersten und dem zweiten Stäbchen der letzten Runde (wie zu Beginn).

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Am Ende der zweiten Runde sollte euer kleines Dreieck so aussehen. Vier Cluster von jeweils drei bzw. vier Stäbchen.

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Schritt 4, 5 …

Arbeit wenden und wieder vier Luftmaschen, drei Stäbchen, eine Luftmasche, drei Stäbchen. In alle Zwischenräume der Cluster aus der vorherigen Reihe häkelt ihr drei Stäbchen. Die einzelnen Cluster werden jeweils durch eine Luftmasche „getrennt“ wie bei einem Granny Square. In die Spitze häkelt ihr stets drei Stäbchen, drei Luftmaschen, drei Stäbchen. Und immer so weiter … dann wird aus dem kleinen Dreieck am Anfang ein immer größeres und schließlich ein ganzes Tuch. Schaut mal hier:

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Farbwechsel
Wer die Farben wechseln möchte, sollte dies am Ende einer Reihe machen. Neue Farbe einhäkeln und weiter geht’s. Die Fäden entweder mitführen oder am Ende mit einer Nähnadel vernähen. (Bei Bedarf einer genaueren Erklärung schreibt mir gern.)
Ich habe hier bei meinem Dreieckstuch die Wolle Extra Merino von Schachenmayr in den Farben rubin (00031), weinrot (0039) und orange (0034) verwendet. Abwechselnd häkele ich zwei Reihen weinrot, eine rubin, zwei weinrot, eine orange, zwei weinrot, eine rubin, …

Zum Schluss
Wenn euer Dreieckstuch die gewünschte Größe erreicht hat, einmal um das ganze Tuch herumhäkeln und nach Belieben eine Borte ergänzen. Natürlich könnt ihr euer fertiges Tuch auch mit kleinen Bommeln, Fransen oder ähnlichem verschönern.

Nun wünsche ich euch viel Spaß beim Nachhäkeln. Bei Fragen könnt ihr mir gerne schreiben. Ansonsten würde ich mich auch freuen, wenn ich ein paar von euren Werken sehen könnte?!

Einen schönen Creadienstag wünscht
Eure Mona

Verlinkt bei: Creadienstag und Häkelliebe

Edit: Ich wollte noch erwähnen, dass ich beim Stöbbern im Internet gesehen habe, dass es einige Dreieckstücher gibt, die nur mit einer Luftmasche an der Spitze auskommen. Ich kann gerade nicht sagen, was besser ist. Vielleicht probiert ihr einfach aus, was euch besser gefällt.

Windeltasche zum Verschenken – Sinnvolle Geschenke für Babies und ihre Eltern

Nach der so rasant erfolgreichen Karte für eine Hochzeit von letzter Woche geht es heute thematisch gleich weiter. Nach der Hochzeit kommt nämlich oft der erste Nachwuchs.

Nachwuchs bedeutet oft Geschenke. Diese sollten jedoch möglichst nützlich und sinnvoll sein. Wer will schon den fünften Teddy schenken oder die dritte Spieluhr? Auch Schnuller oder Fläschchen kann ich als bereits erprobte Ex-Stillmutti nicht ohne schlechtes Gewissen verschenken. Normalerweise sind es dann Häkeldecken, die ich als Willkommengruß für neue ErdenbürgerInnen anfertige. Diese brauchen aber viel Zeit und eignen sich weniger als Last Minute Geschenke. Heute stelle ich euch daher eine weniger zeitaufwendige Geschenk-Idee vor: ein Windelutensilo.

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Anleitung: Dieses Windelutensilo entstand nach der Anleitung von O`Malley, die gibt es in einer Standardvariante oder mit einer Öffnung für Feuchttücher.
Verwendeter Stoff: Den Baumwollstoff mit den niedlichen Elefanten in braun-colour gibt es bei Butinette.
Weitere Materialien: Nähgarn, Stecknadeln, Vlies zum Verstärken der Stoffe, einen Haargummi, Kam Snaps
Schwierigkeitsgrad: leicht (gut für AnfängerInnen)

Die Anleitung von O`Malley ist insgesamt gut verständlich, erfordert aber etwas Nähkenntnisse oder etwas Zeit, um die einzelnen Schritte nachzuarbeiten. Weil ich gleich beim ersten Versuch mutig sein wollte, habe ich im Inneren noch eine kleine Tasche für Cremes und Tübchen ergänzt.
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Da man mit Kind erfahrungsgemäß mindestens drei Arme braucht, gab es für das einfache Tragen der Tasche den Haargummi, der oben mittig mit eingenäht wird. Alternativ könnte man daran ein Glöckchen oder ein anderes Spielzeug für das Kind beim Wickeln befestigen.
P1140287_01Zum Verschließen der Tasche dient die Lasche, an der ganz zum Schluss Kam Snaps (Druckknöpfe) befestigt werden. Diese waren bei mir farblich passend in einem schönen braun. Ein ganzes Set der praktischen Druckknöpfe für Halstücher, Taschen u.ä. gibt es beispielsweise hier.
Die Kam Snaps befestigt ihr am besten, wenn die Tasche schon mit Feuchttüchern befüllt ist, sonst kann man sich leicht bei der Dicke der Tasche verschätzen.

Für die Windeltasche (inkl. Zuschneiden und Nähen) habe ich eine Mittagspause vom Lieblingskind gebraucht (ca 1,5 Stunden). Am Ende war ich ganz stolz, dass mir die Tasche gleich beim ersten Versuch so gut gelungen ist.

Was verschenkt ihr am liebsten an Babies und ihre Eltern?

Ich wünsche euch einen schönen Creadienstag,
Eure Mona

Einen Erdbeer-Organizer basteln – DIY

Erdbeeren sind im Moment neben Fußball ein allgegenwärtiges Thema im Netz. Es kursieren Häkelanleitungen für Mini-Erdbeeren, Rezepte für Erdbeermarmelade und mittlerweile sogar Anleitungen für Körbe aus den Erdbeer-Tüten (nicht wahr liebe Wollzeitmama 😉 ).
Von mir gibt es deshalb heute einen weiteren Vorschlag, was man mit Erdbeeren oder besser gesagt den Erdbeerkörben machen kann: einen Erdbeer-Organizer für den Schreibtisch.

Bereits im letzten Jahr habe ich einen solchen Organizer für mich gebastelt, damit die kleinen Zettel nicht immer auf meinem Schreibtisch rumfliegen. Heute nun meine Anleitung für euch.

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– einen Erdbeerkorb aus Pappe
– Acrylfarbe und Pinsel
– ein Wasserglas
– eine alte Zeitung als Unterlage
– Bleistift und Schere
– festes farbiges Papier
– ein Beschriftungsgerät
– und evtl. Washi Tape

Schritt 1
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Als erstes kommt der angenehme Teil.
Ihr müsst die Erdbeeren aus dem Korb essen oder zumindest herausnehmen, sodass der Korb leer ist.

 

 

Schritt 2
Nun könnt ihr den Papp-Korb mit der Acrylfarbe und dem Pinsel in einer Farbe eurer Wahl innen und außen anmalen. Wie ihr seht, fiel bei mir die Entscheidung auf die Farbe rot. Je nachdem wie stark ihr die Farbe mit Wasser verdünnt, sieht man noch den Untergrund. (Das finde ich persönlich nicht so schlimm.)
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Den unteren Teil des Korbes bekam einen leicht grünen Anstrich und soll Gras andeuten (wird nochmal überarbeitet, wenn der Korb richtig trocken ist). Anschließend alles gut trocknen lassen.
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Natürlich könnt ihr auch andere Motive verwenden und den Organizer personalisieren. Meiner hat gleich mal ein Label mit meinem Namen erhalten, dazu nutzte ich das Beschriftungsgerät. Möglich wäre auch Washi Tape oder andere Zeichnungen.

Schritt 3
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Aus dem festen farbigen Bastelpapier beginnt ihr nun, die Trennblätter für den Korb auszuschneiden. Am besser erstellt ihr zuerst eine Schablone. Hier habe ich ein bisschen herumprobiert, bis die Schablone gut passt. (Wenn ihr gleich noch einen zweiten Korb kauft, könnte man diesen Korb einmal durchschneiden und sich dann eine perfekte Schablone anfertigen.)

Außerdem fertigte ich noch weitere Pappstreifen an, auf denen ich Webbänder und Wollreste aufwickele.Schaut mal, wie niedlich die kleine Gartenzwerge über den Rand schielen.

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Schritt 4
Nun seid ihr fast fertig. Die ausgeschnittenen Trennblätter könnt ihr noch belieben mit den einzelnen Kategorien beschriften (mit einem Stift oder dem Beschriftungsgerät). Zettel, Quittungen, Visitenkarten etc. einsortieren und schon geschafft! Tadah!

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Ich wende mich jetzt wieder Schritt 1 zu und esse noch ein paar Erdbeeren. Hmmh.
Euch wünsche ich viel Spaß beim Nachbasteln. Vielleicht schickt ihr mir ein Bild von eurem Erdbeer-Organizer, wenn er fertig ist? Ich würde mich freuen.

Euch allen einen schönen Crea-Dienstag,
Eure Mona

Mobile DIY – Teil 2

In der letzten Woche hatte ich euch hier den ersten Teil einer Anleitung zum (Nach-)Häkeln eines Mobiles vorgestellt. Heute soll es – wie versprochen – weitergehen mit den Blättern, dem Festnähen aller Einzelteile und zu guter letzt präsentiere ich euch das (fast) fertige Mobile. Weil ihr sicher schon gespannt seid, wie es weitergeht, schreiten wir auch gleich zur Tat und legen los.

4. Das Blattwerk
(Punkt 1-3 gab es bereits in dem ersten Teil, deshalb folgt nun chronologisch Punkt 4.)

BlätterWenn ihr eine Vielzahl kleiner Blüten angefertigt habt, fehlen nun noch die dazugehörigen Blätter. Hier seht ihr meine Auswahl an kleinen grünen Freunden. Ich habe mich für kleine einzelne Blätter, zwei kleine Blätter zusammen und ein großes Blatt entschieden.
Eine Anleitung für die kleinen Blätter fand ich in dem Buch 100 bezaubernde Häkelminis. Das kleine einzelne Blatt erweiterte ich Blätter und Blüteneinfach kurzerhand und häkelte dazu ein zweites kleines Blatt nach demselben Muster als neue Luftmaschenkette an das einzelne Blatt. Das hat später den Vorteil, dass man nicht zwei einzelne Blättchen an das Mobile fummeln nähen muss.
Das große Blatt entstand nach dieser Anleitung von Lucy. (Lasst euch bitte nicht verwirren, die Anleitung für das Blatt findet ihr relativ weit unten auf der Seite.)
Ihr fertig so viele Blätter und Blättervarianten an, wie ihr benötigt.

 

5. Das Befestigen

BefestigungNun liegen alle vorbereiteten Materialien für den nächsten Schritt bereit: der umwickelte Metall-Ring, die vielen kleinen und großen Blüten sowie eine Unmenge Blätter.
Mit den kleinen Stecknadeln befestigt ihr jetzt die Blüten und Blätter am Metall-Ring und den Ranken so, wie es euch gefällt. Dafür empfehle ich, dass Mobile aufzuhängen. (Ich habe einen Holzspieß unter Büchern im Regal festgesteckt und dann das Mobile daran befestigt.) Wenn das Mobile hängt, kann man nämlich besser sehen, in welche Richtung sich die Ranken drehen. Die Blüten sollen später ja auch zu sehen sein!
Beim Feststecken könnt ihr probieren und immer wieder variieren, bis ihr schließlich mit dem Ergebnis zufrieden seid. Dann nehmt ihr Nähnadel und Faden und befestigt die Blüten etc. endgültig am Mobile.
Blüten-DekoHierbei könnt ihr nach Gefallen weitere Deko mit einarbeiten. Ich habe mich für kleine Perlen in der Mitte der Blüten am Metall-Ring entschieden. (Also an der Stelle, wo ich die Ranke an dem Metall-Ring festgenäht habe.) Ihr könntet auch kleine Pompoms, Holzperlen oder ähnliches nehmen.
Fehlt nur noch eine kleine Schnur oder ein Luftmaschenkette, um das Mobile auch aufhängen zu können.

Und dann …

6. Fertig
… habt ihr es geschafft! IMG_1839_01So oder so ähnlich sieht das fertige Werk aus.
Ich finde die Blütenranken wirklich schön und bin froh, dass ich sie nicht gerade gebügelt habe. So drehen sie sich ganz romantisch verschnörkelt. Auch die Farben harmonieren prima und ergeben ein zartes Mobile für eine kleine Baby-Dame. Hach …

Ich werde übrigens noch weiter an dem Mobile arbeiten. Ganz spontan hatte ich die Idee, noch in der Mitte eine große Blüte zu befestigen. Nach diesem Vorbild hier. Ihr werdet also bestimmt noch einmal von dem Mobile hören bzw. es zu sehen bekommen.

Vorerst aber noch ein paar Impressionen des (fast) fertigen Mobiles.
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IMG_1890_01IMG_1834_01Ich wünsche euch viel Erfolg und Spaß beim (Nach-)Häkeln und würde mich über Bilder eurer Mobiles sehr freuen.

Euch einen schönen (Crea-)Dienstag
Eure Mona

P.S. Noch mehr schöne Mobiles und deren Anleitungen findet ihr ab sofort auf meiner Pinterest-Wand „Mobile„.