Archiv der Kategorie: Gebastelt/ Crafts

Kita-Bewerbung

Heute habe ich etwas getan, was ich noch nie getan habe.
Heute habe ich etwas getan, was ich eigentlich nie tun wollte.
Ich habe heute eine Bewerbung für einen Kita-Platz abgegeben.
Ich musste es tun, ich konnte nicht anders.

Kitabewerbung

Aber zurück auf Anfang. Als wir wussten, dass wir Eltern werden, habe ich begonnen mich mit der Frage/ Suche nach einem Kita-Platz zu beschäftigen. Ich hing am Telefon, um mir anzuhören, dass schon alle Plätze bis in zwei Jahren „ausgebucht“ sind oder alternativ an unzählige Geschwisterkinder vergeben werden (nichts gegen Geschwister). Auf Kita-Rundgängen erfuhr ich mehr über bisher unbekannte Begriffe wie Bezugserzieher, Snoezelraum oder Betreuungsschlüssel. Schließlich standen wir auf einigen Listen und meldeten uns ganz gewissenhaft und regelmäßig, um glaubhaft unser Interesse an einem Kita-Platz zu bekunden. Ich wollte schließlich wieder arbeiten gehen.

Wir bekamen auch einen Kita-Platz. Aber wie das so ist im Leben, entdeckt man die Schattenseiten oft erst, wenn man der Vertrag schon unterschrieben hat. Dann begann das Überlegen, das Hin- und Her, nochmal einen neuen Versuch starten …
Wir entschieden uns für die Variante Versuchen-Kann-Man-Es-Ja-Mal. Haben uns wieder eine Kita angesehen. Um die Sache vielleicht ein bisschen in unserem Sinne zu beschleunigen, griffen wir auf etwas zurück, das ich eigentlich nicht machen wollte: eine Kita-Bewerbung schreiben.

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Eine Kita-Bewerbung ist für mich der Inbegriff des Versagens des deutschen Betreuungssystems.
Warum sollte sich ein Kind und dessen Eltern darum bewerben, dass es betreut wird? Sollte es nicht anders herum sein? Wieso gibt es so wenige (gute) Kitas, dass sich die Eltern um diese Plätze bemühen?
Ich war ehrlich gesagt froh, dass wir unseren Kita-Platz ohne eine solche Bewerbung bekommen hatten. Belächelte die Berichte im Fernsehen über Eltern, die im Babykostüm um die Wette krabbelten. Nun muss ich mich outen – ich bin eine von ihnen. Eine von diesen Müttern, die nur das Beste für ihr Kind wollen, denen die Förderung wichtig ist, die auf eine gesunde Ernährung achten …

Ich bin gespannt, wie die Bewerbung ankommt. Auch wenn ich den Gedanken, dass mein Kind sich schon mit anderthalb das erste Mal bewirbt noch verarbeiten muss.

Was ist eure Meinung zum Thema Kita-Bewerbung? Habt ihr schon Erfahrung damit? Wenn ja, welche?

Einen schönen, vielleicht etwas nachdenklichen Abend, wünscht

Eure Mona

Knopfe Herz

Herz aus Knöpfen

Gestern habe ich ganz freudig über meine neueste Eroberung, die niedlichen Marienkäfer-Knöpfe geschrieben. Die kleinen Käferchen finde ich wirklich toll und bin absolut begeistert, wie schnell mich so ein kleines Stück Kunststoff in Verzückung setzen kann.

Als ich dann so abends auf der Couch saß und mich über die kleinen Käferchen noch immer freute, kam mir spontan die Idee, mit Knöpfen mal ein bisschen zu spielen. Im Blog Repeat Crafter Me hatte ich da schon tolle Sachen gesehen, wie bespielsweise eine kleine Eule. Also, Knopfkiste rausgekramt und probiert.
So wirklich viele Knöpfe habe ich eigentlich nicht. Es gibt einen kleinen „Restbestand“ von meiner Oma und dann lege ich immer ordentlich die Ersatzknöpfe von T-Shirts und Blusen in die Kiste. Eigentlich war diese für Medikamente gedacht, man kann sie aber wunderbar unterteilen und so wurde sie irgendwann meine Handarbeitskiste. Ich habe sie mal bei Ikea mitgenommen.

KnopfsamlungTrotz der relativ überschaubaren Anzahl von Knöpfen konnte ich innerhalb einer Viertelstunde ein kleines Bild zaubern. Schaut doch mal:

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Für den nahenden Valentinstag eine nette Idee oder? Kann ich mir auch gut für eine Hochzeit als individuelles Geschenk vorstellen. Die Knöpfe nur noch festnähen oder kleben und einen schönen Rahmen darum – Fertig!

Ich glaube, ich werde gleich noch ein paar Knöpfe bestellen/ kaufen.

Noch einen schönen Tag und ein tolles Wochenende!

Eure Mona

Basteln mit Kindern

Vor einiger Zeit habe ich in einer Bastelzeitschrift („Basteln mit Kindern“) eine nette Deko-Idee für das Frühjahr und insbesondere Ostern gesehen. Es war eine Art Aufsteller in Hühnchen-Form, der mit lauter kleinen Punkten versehen war. Ich muss gestehen, dass ich die Anleitung nur kurz überflogen habe und dann die Zeitschrift wieder zurück gelegt habe. Die Idee aber blieb in meinem Kopf und entwickelte sich weiter – ja machte geradezu Purzelbäume und beflügelte meine Fantasie. Ein Osterei mit kleinen Punkten, ein kleiner Hase mit kleinen Punkten – eine Oster-Grußkarte mit kleinen Punkten!

Also beschloss ich an meinen freien Tagen mit Mr. T die Idee aus der Zeitschrift zu verwirklichen. Als Materialien besorgte ich:
– einen Malblock wahlweise auch Karton
– Fingerfarben
– eine Malunterlage
– ein altes T-Shirt oder eine Malschürze für den Zwerg (heißt das so in Fachkreisen?!)
– eine Küchenrolle oder feuchte Tücher
– etwas Geduld …
Später braucht man dann noch eine Schere, farbige Grußkarten und Klebstoff.

Ein kleines Set Fingerfarben habe ich spontan in einem größeren Rossmann für 6,99 Euro erstanden. Es sind die drei Grundfarben gelb, rot und blau sowie grün darin. Für den Anfang meiner Meinung nach völlig ausreichend.

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Für diejenigen, die nun immer noch Fragezeichen in den Gesichtern haben, folgt hier die Anleitung.

Los geht’s:
Mit den Fingerfarben macht man bzw. das Kind mit seinen Fingern/Fingerkuppen viele kleine Punkte auf ein Blatt Papier. In verschiedenen Farben und Größen – einfach bunt durcheinander. Das fällt Kindern meist nicht besonders schwer. Mir auch nicht.

nur Hand und Punkte

Dann alles trocknen lassen. Anschließend aus dem bunt bedruckten Bild die gewünschte Form mit einer Schere ausschneiden z.B. ein Osterei, ein Hase, ein Huhn, ein Herz (zum Valentinstag) … Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer nicht gut zeichnen kann, findet jede Menge Vorlagen, die man auch als Schablone verwenden kann, bei Google. Einfach z.B. „Vorlage Ostern“ eingeben und bei den Bildern schauen, was einem gefällt.

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Die ausgeschnittene Vorlage nun auf eine Grußkarte legen, vielleicht ein bisschen rumprobieren, bis das Ergebnis überzeugt und mit dem Klebstoff festkleben. Tadah. Fertig ist die selbstgemachte individuelle Oster-Grußkarte, über die sich Oma und Opa (andere natürlich auch) sicher riesig freuen.

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Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden! Nun könnte man weiter herumexperimentieren beispielsweise mit Washi Tape oder einfach mit Buntstiften.

Würde mich über Bilder von euren Kunstwerken freuen.

Einen schönen Abend.