Archiv der Kategorie: Anleitungen / Tutorials

Die schnellste Hochzeitskarte der Welt – DIY

Heute gibt es mal was ganz anderes für euch. Bisher kennt ihr mich eher häkelnd, häufiger fotografierend und hin und wieder nähend. Aber man soll seinen Lesern auch Abwechslung bieten, deshalb heute eine Glückwunschkarte zum Nachmachen.

Zu Ostern hatte ich bereits Verwandte und Freunde mit selbstentworfenen Grußkarten versorgt. Diesmal sollte es eine kleine Aufmerksamkeit für eine Spielplatz-Bekanntschaft sein. (Die erzählten so ganz nebenbei – quasi zwischen Rutsche und Wippe – dass sie am kommenden Wochenende heiraten würden.) Kurz überlegt und schon kam mir die Idee für die wahrscheinlich schnellste Hochzeitskarte der Welt.

Zum Nachmachen braucht ihr:
– Mala Stempel-Stifte vom Möbelschweden
– einen Fineliner
– eine blanko Grußkarte in der Farbe eurer Wahl (bei mir creme)

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Auf der linken Seite der Grußkarte habe ich mit dem Mala-Stempelstift zwei kleine Herzen leicht versetzt gestempelt. Anschließend mit dem Fineliner zwei verschlungene Linien an die Herzen malen und voilà! Fertig ist die wohl schnellste Hochzeits-Glückwunsch-Karte der Welt. Dauert ungefähr 2 Minuten und sieht wirklich niedlich aus, oder? Anschließend noch den gewünschten Text ergänzen (bei mir etwas ungeübt, das könnt ihr sicher viel besser).

Zur Karte dazu gab es eine Packung Ahoj Brause-Herzen, damit es in der Ehe immer schön prickelt 😉 Beides, Karte und Brause-Herzen, kamen beim Paar übrigens gut an.

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So, die schnellste Hochzeitskarte der Welt rast jetzt zum Creadienstag,

Einen schönen Tag wünscht
Eure Mona

Eine Häkelbrosche herstellen – DIY

Es herbstet nun schon eine kleine Weile sowohl in der Natur als auch auf verschiedenen Blogs. Letzten Freitag konnte ich meine erste eigene Linkparty – den Herbstzauber – erfolgreich eröffnen und freute mich gleich über die ersten BesucherInnen und ihre herbstlichen Ideen und Projekte.

Heute möchte ich mich in die illustre Runde des Herbstzaubers einreihen und zeige euch meine aktuelles Herbstprojekt auf der Häkelnadel: eine Herbstblüte. Sie soll künftig meine Jacke verschönern und mich erfreuen. Vielleicht habt ihr auch Lust auf eine solch herrliche Blüte? Dann hier mein Mini DIY.

Zum Nachmachen braucht ihr:
– etwas Wolle, gern auch einen Rest
– eine Häkelnadel (passend zur Angabe auf dem Etikett der Wolle)
– eine Nähnadel
– eine Sicherheitsnadel
– ein Stück Filz für die Rückseite der Brosche

Zeitaufwand: 30-45 Minuten (je nach Häkelerfahrung)

Schritt 1 – Die Blüte häkeln
Wolle und Häkelnadel zur Hand – auf die Plätze, fertig, los. Als erstes fertigt ihr nach der kostenlosen (englischen !) Anleitung von Daisy Cottage Designs eine lange Spirale in eurer Lieblingsfarbe an, aus der später die Blüte geformt wird. Dazu sollten die Begriffe feste Maschen, Luftmaschen und Stäbchen für euch keine Fremdwörter mehr sein. Ich persönlich finde die Anleitung leicht zu verstehen und auch für Anfänger gut geeignet.
Aus der Spirale formt ihr anschließend eine Blüte, in dem ihr die Spirale quasi aufwickelt und dann mit Nadel und Faden festnäht. Wer möchte kann die Spirale beim Festnähen auch mit kleinen Nadeln feststecken. Eure Blüte könnte dann so aussehen.

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Schritt 2 – Die Häkelblüte wird zur Brosche
Damit ihr die Blüte später an eurer Jacke befestigen könnt, schneidet ihr aus einem Stück Filz nun einen Kreis aus, der etwas kleiner ist als eure Blüte. Diesen Kreis näht ihr an der Rückseite der Blüte fest. Die Sicherheitsnadel ebenfalls am Filz festnähen und fertig!

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Die Größe der Blüte könnt ihr durch die verarbeitete Wolle variieren. Feine, dünne Wolle macht die Blüte kleiner. Wer mit einer dickeren Wolle häkelt, bekommt eine deutlich größere Brosche am Ende. Vielfältig sind natürlich auch die Farben, die ihr verwenden könnt.

Ich habe mir gleich noch eine zweite Brosche angefertigt.

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Euch einen schönen Crea-Dienstag,
Eure Mona

Verlinkt bei Creadienstag, Häkelliebe, Herbstzauber

Lavendelsäckchen DIY – Einen Nautilus häkeln

Obwohl der September gerade erst begonnen hat, färben sich die Blätter der Bäume schon bunt. Die letzten Tage waren zwar wieder etwas wärmer, aber lange wird es wohl nicht mehr dauern, bis der Spätsommer endgültig den Rückzug antritt. Zeit, langsam im Schrank nach den Jacken und Mänteln zu kramen. Manchmal erlebt man dabei eine unangenehme Überraschung, wenn kleine Untermieter es sich in den Wintersachen gemütlich gemacht haben. Um dem vorzubeugen, habe ich immer ein kleines Lavendelsäckchen im Kleiderschrank.

Dieses Jahr findet die Lavendelernte von der freundlichen Wollzeitmama Verwendung in neuen Lavendelsäckchen. Statt den üblichen Beuteln, die man aus kleinen Stoffresten ganz einfach nähen kann, hatte ich eine andere Idee. Ganz nach dem Motto „Hole dir den Sommer und den Strand in deinen Kleiderschrank!“ häkele ich mir kleine Nautilus-Lavendelsäckchen. Einen ersten Blick auf einen Nautilus gab es bereits am Freutag.

Zum Nachmachen braucht ihr:
– etwas Wolle, gern auch einen Rest (z.B. Catania in weiß, blau)
– eine Häkelnadel (passend zur Angabe auf dem Etikett der Wolle)
– eine Nähnadel
– eine Holzperle
– einen Teebeutel zum Selbstbefüllen (gibt es in Drogeriemärkten)
– etwa einen Teelöffel voll Lavendel, alternativ Lavendelöl

Schritt 1 – Den Nautilus häkeln
Wolle und Häkelnadel zur Hand und los geht es. Die bebilderte Anleitung für den Meeresbewohner findet ihr kostenlos bei Snovej. Die Anleitung ist auf englisch und erfordert Häkel-Kenntnisse zum magischen Ring, festen Maschen, halben Stäbchen, ganzen Stäbchen, doppelten Stäbchen und Dreifach-Stäbchen. Das erfordert etwas Übung, geht aber eigentlich ganz leicht. Wenn der Nautilus fertig ist, wählt ihr eine andere Farbe und häkelt entlang der Maschen. Euer fertiger Nautilus sieht nun so aus.

IMG_0403_01Von dem Nautilus fertigt ihr zwei Stück an und näht diese mit dem Überwendlingsstich zusammen. Lasst am Ende eine Öffnung zum Befüllen und vergesst nicht eine Luftmaschenkette als Anhänger. Sonst kann man den Nautilus nicht an einem Kleiderbügel befestigen. Den Anhänger könnt ihr auch noch mit einer Perle o.ä. verzieren – ganz nach Belieben.

Schritt 2 – Das Säckchen befüllen
Nun nehmt ihr den Teebeutel und befüllt ihn vorsichtig mit dem Lavendel. (Wer keinen frischen Lavendel hat, kann vielleicht auch einen Wattebausch mit Lavendelöl beträufeln.) Den Teebeutel wickelt ihr zusammen und steckt ihn in die zusammengenähten Hälften des Nautilus.

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Fast geschafft.

Schritt 3 – Öffnung schließen
Zu guter letzt fehlt nur noch das Verschließen der Öffnung. Den restlichen Faden vernähen.  Fertig ist das etwas andere Lavendelsäckchen! Tadah:IMG_0414_01

Ich finde den kleinen Nautilus schick und freue mich, ihn nun in meinem Kleiderschrank als Motten-Abwehr zu deponieren. Obwohl es schon schade ist, dass ihn dort niemand sieht, oder?

Und schließlich noch eine Ankündigung in eigener Sache. Bald möchte ich eine eigene (Link-)Party veranstalten und ihr seid alle herzlich eingeladen! Das Motto der Party:
P1110358Ihr könnt also schon mal eure Häkelnadeln, Stricknadeln, Nähmaschinen, Schere und und und … heraussuchen und Ideen sammeln. Die bunten Blätter finde ich ganz inspirierend.

Vorerst wünsche ich euch einen schönen Crea-Dienstag und mit viel Häkelliebe und maritimen Flair.
Eure Mona

P.S. Ein großes Dankeschön wollte ich noch loswerden für die lieben Genesungswünsche vom letzten Freitag. Ich habe mich sehr gefreut und ganz besonders über die „Vitamin-Post“ von der lieben Karo, aber dazu vielleicht später mehr 😉

Einen Erdbeer-Organizer basteln – DIY

Erdbeeren sind im Moment neben Fußball ein allgegenwärtiges Thema im Netz. Es kursieren Häkelanleitungen für Mini-Erdbeeren, Rezepte für Erdbeermarmelade und mittlerweile sogar Anleitungen für Körbe aus den Erdbeer-Tüten (nicht wahr liebe Wollzeitmama 😉 ).
Von mir gibt es deshalb heute einen weiteren Vorschlag, was man mit Erdbeeren oder besser gesagt den Erdbeerkörben machen kann: einen Erdbeer-Organizer für den Schreibtisch.

Bereits im letzten Jahr habe ich einen solchen Organizer für mich gebastelt, damit die kleinen Zettel nicht immer auf meinem Schreibtisch rumfliegen. Heute nun meine Anleitung für euch.

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– einen Erdbeerkorb aus Pappe
– Acrylfarbe und Pinsel
– ein Wasserglas
– eine alte Zeitung als Unterlage
– Bleistift und Schere
– festes farbiges Papier
– ein Beschriftungsgerät
– und evtl. Washi Tape

Schritt 1
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Als erstes kommt der angenehme Teil.
Ihr müsst die Erdbeeren aus dem Korb essen oder zumindest herausnehmen, sodass der Korb leer ist.

 

 

Schritt 2
Nun könnt ihr den Papp-Korb mit der Acrylfarbe und dem Pinsel in einer Farbe eurer Wahl innen und außen anmalen. Wie ihr seht, fiel bei mir die Entscheidung auf die Farbe rot. Je nachdem wie stark ihr die Farbe mit Wasser verdünnt, sieht man noch den Untergrund. (Das finde ich persönlich nicht so schlimm.)
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Den unteren Teil des Korbes bekam einen leicht grünen Anstrich und soll Gras andeuten (wird nochmal überarbeitet, wenn der Korb richtig trocken ist). Anschließend alles gut trocknen lassen.
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Natürlich könnt ihr auch andere Motive verwenden und den Organizer personalisieren. Meiner hat gleich mal ein Label mit meinem Namen erhalten, dazu nutzte ich das Beschriftungsgerät. Möglich wäre auch Washi Tape oder andere Zeichnungen.

Schritt 3
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Aus dem festen farbigen Bastelpapier beginnt ihr nun, die Trennblätter für den Korb auszuschneiden. Am besser erstellt ihr zuerst eine Schablone. Hier habe ich ein bisschen herumprobiert, bis die Schablone gut passt. (Wenn ihr gleich noch einen zweiten Korb kauft, könnte man diesen Korb einmal durchschneiden und sich dann eine perfekte Schablone anfertigen.)

Außerdem fertigte ich noch weitere Pappstreifen an, auf denen ich Webbänder und Wollreste aufwickele.Schaut mal, wie niedlich die kleine Gartenzwerge über den Rand schielen.

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Schritt 4
Nun seid ihr fast fertig. Die ausgeschnittenen Trennblätter könnt ihr noch belieben mit den einzelnen Kategorien beschriften (mit einem Stift oder dem Beschriftungsgerät). Zettel, Quittungen, Visitenkarten etc. einsortieren und schon geschafft! Tadah!

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Ich wende mich jetzt wieder Schritt 1 zu und esse noch ein paar Erdbeeren. Hmmh.
Euch wünsche ich viel Spaß beim Nachbasteln. Vielleicht schickt ihr mir ein Bild von eurem Erdbeer-Organizer, wenn er fertig ist? Ich würde mich freuen.

Euch allen einen schönen Crea-Dienstag,
Eure Mona

Mobile DIY – Teil 2

In der letzten Woche hatte ich euch hier den ersten Teil einer Anleitung zum (Nach-)Häkeln eines Mobiles vorgestellt. Heute soll es – wie versprochen – weitergehen mit den Blättern, dem Festnähen aller Einzelteile und zu guter letzt präsentiere ich euch das (fast) fertige Mobile. Weil ihr sicher schon gespannt seid, wie es weitergeht, schreiten wir auch gleich zur Tat und legen los.

4. Das Blattwerk
(Punkt 1-3 gab es bereits in dem ersten Teil, deshalb folgt nun chronologisch Punkt 4.)

BlätterWenn ihr eine Vielzahl kleiner Blüten angefertigt habt, fehlen nun noch die dazugehörigen Blätter. Hier seht ihr meine Auswahl an kleinen grünen Freunden. Ich habe mich für kleine einzelne Blätter, zwei kleine Blätter zusammen und ein großes Blatt entschieden.
Eine Anleitung für die kleinen Blätter fand ich in dem Buch 100 bezaubernde Häkelminis. Das kleine einzelne Blatt erweiterte ich Blätter und Blüteneinfach kurzerhand und häkelte dazu ein zweites kleines Blatt nach demselben Muster als neue Luftmaschenkette an das einzelne Blatt. Das hat später den Vorteil, dass man nicht zwei einzelne Blättchen an das Mobile fummeln nähen muss.
Das große Blatt entstand nach dieser Anleitung von Lucy. (Lasst euch bitte nicht verwirren, die Anleitung für das Blatt findet ihr relativ weit unten auf der Seite.)
Ihr fertig so viele Blätter und Blättervarianten an, wie ihr benötigt.

 

5. Das Befestigen

BefestigungNun liegen alle vorbereiteten Materialien für den nächsten Schritt bereit: der umwickelte Metall-Ring, die vielen kleinen und großen Blüten sowie eine Unmenge Blätter.
Mit den kleinen Stecknadeln befestigt ihr jetzt die Blüten und Blätter am Metall-Ring und den Ranken so, wie es euch gefällt. Dafür empfehle ich, dass Mobile aufzuhängen. (Ich habe einen Holzspieß unter Büchern im Regal festgesteckt und dann das Mobile daran befestigt.) Wenn das Mobile hängt, kann man nämlich besser sehen, in welche Richtung sich die Ranken drehen. Die Blüten sollen später ja auch zu sehen sein!
Beim Feststecken könnt ihr probieren und immer wieder variieren, bis ihr schließlich mit dem Ergebnis zufrieden seid. Dann nehmt ihr Nähnadel und Faden und befestigt die Blüten etc. endgültig am Mobile.
Blüten-DekoHierbei könnt ihr nach Gefallen weitere Deko mit einarbeiten. Ich habe mich für kleine Perlen in der Mitte der Blüten am Metall-Ring entschieden. (Also an der Stelle, wo ich die Ranke an dem Metall-Ring festgenäht habe.) Ihr könntet auch kleine Pompoms, Holzperlen oder ähnliches nehmen.
Fehlt nur noch eine kleine Schnur oder ein Luftmaschenkette, um das Mobile auch aufhängen zu können.

Und dann …

6. Fertig
… habt ihr es geschafft! IMG_1839_01So oder so ähnlich sieht das fertige Werk aus.
Ich finde die Blütenranken wirklich schön und bin froh, dass ich sie nicht gerade gebügelt habe. So drehen sie sich ganz romantisch verschnörkelt. Auch die Farben harmonieren prima und ergeben ein zartes Mobile für eine kleine Baby-Dame. Hach …

Ich werde übrigens noch weiter an dem Mobile arbeiten. Ganz spontan hatte ich die Idee, noch in der Mitte eine große Blüte zu befestigen. Nach diesem Vorbild hier. Ihr werdet also bestimmt noch einmal von dem Mobile hören bzw. es zu sehen bekommen.

Vorerst aber noch ein paar Impressionen des (fast) fertigen Mobiles.
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IMG_1890_01IMG_1834_01Ich wünsche euch viel Erfolg und Spaß beim (Nach-)Häkeln und würde mich über Bilder eurer Mobiles sehr freuen.

Euch einen schönen (Crea-)Dienstag
Eure Mona

P.S. Noch mehr schöne Mobiles und deren Anleitungen findet ihr ab sofort auf meiner Pinterest-Wand „Mobile„.

Mobile DIY – Teil 1

Immer wenn Freunde von mir Nachwuchs erwarten, ist das für mich der wohl schönste Anlass, die Häkelnadel zu zücken. Oft werden kleine Erdenbürger/innen von mir mit einer kuscheligen Häkeldecke begrüßt. Einige davon habe ich euch schon in „Babydecke Teil 1“ und „Babydecke Teil 2“ vorgestellt. Was aber tun, wenn die Mutti schon einige Decken für Babys hat (weil es beispielsweise bereits ein Brüderchen oder Schwesterchen gibt). Vor diesem Problem stand ich vor einer Weile und *grübel, grübel* hatte dann eine zündende Idee. Es sollte nicht ein Teddy oder Kuscheltuch sein, nein, ein Mobile! Ein Mobile mit vielen kleinen entzückenden Blüten und Blättern, die an grünen Blätterranken tanzen. Die Idee gefiel mir so gut, dass ich beschlossen habe, diese mit euch zu teilen.

Ihr braucht zum Nachmachen:

Frühlingswolle 2Wolle: z.B. Cotton Time von Schachenmayr (100% Baumwolle, 50g, 88m Lauflänge) in den von euch gewünschten Farben (bei mir cremeweiß, rosa und pistazie)
Benötigte Menge: etwa 1 Knäul pro Farbe
Benötigte Häkelnadel: Größe 3,5 – 4,5 Verwendete Maschen: feste Maschen, halbe Stäbchen, ganze Stäbchen
Weitere Materialien:
einen Metall-Ring mit einem Durchmesser von 20 cm, Nähnadel und Nähgarn, Maschenmarkierer, ggf. Knöpfe, Perlen, Glöckchen
Arbeitszeit: ca 10-12 Stunden
Schwierigkeitsgrad: einfach bis mittel (je nach Auswahl der Blüten)

 

1. Der Metall-Ring

Metall-RingAls erstes umwickelt ihr den Metall-Ring mit einem Garn eurer Wahl. Ich habe mich hier für ein pastelliges Lindgrün entschieden. Dabei habe ich den Anfang des Garns gleich „versteckt“, sodass er später nicht vernäht werden muss. (Außerdem konnte ich so eine unschöne Stelle am Ring gleich verdecken.)

Metall-Ring 2

 

Am Ende der Runde einen langen Faden lassen bzw. abschneiden und diesen mit einer Nähnadel unter das bereits Umwickelte herunterschieben.
Das erfordert etwas Geduld und ist ein wenig schwierig, aber nur Mut!
Fertig ist euer Ring, an dem ihr später die Fäden des Mobiles befestigt.

 

2.  Die Befestigung

LuftmaschenWeiter geht es mit einer lange Reihe von Luftmaschen in dergleichen Farbe, in der ich den Metall-Ring umwickelt habe. Je nach gewünschter Länge der „Ranken“ könnt ihr hier variieren. Bei mir sind es insgesamt 240 Luftmaschen geworden. Anschließend folgen zwei weitere Reihen von festen Maschen, sodass ein ca. 1 cm breiter Streifen entstand, an dem ihr später die Blüten und Blätter befestigt.

Ranken
Von diesen langen Luftmaschenreihen braucht ihr zwei Stück. In dem Bild sehr ihr schon die Maschenmarkieren. Diese habe ich benutzt, um erstmal die Hälfte der beiden Luftmaschenschlangen zu markieren.

 

Befestigung

An dieser Stelle legt ihr die beiden langen Reihen kreuzweise übereinander und näht sie mit Nadel und Faden zusammen. Anschließend legt ihr den Abstand zum Ring fest. Auch hier markiert ihr wieder (im gleichen Abstand damit es nicht schief wird) die entsprechende Masche an allen vier Ranken.

 

Festgenähte RankeDann näht ihr an der markierten Stelle den Ring fest. Achtet darauf, dass sich die Ranken nicht verdrehen. Außerdem solltet ihr auf den richtigen Abstand am Ring achten. Die Ranken müssen immer gegenüber liegen, sonst wird das Mobile später schief hängen.

 

 

3. Die Dekoration

BlütenNun ist das Grundgerüst des Mobiles schon fertig. Zeit, sich Gedanken über die Dekoration zu machen.
Wie ihr sehen könnt, fiel meine Wahl auf Blüten. Diese habe ich in verschiedenen Varianten mit den beiden Farben rosa und cremeweiß gehäkelt. Einige Blüten sind einfarbig, andere zweifarbig. Auch in der Größe der Blüten und der Anzahl der Blütenblätter könnt ihr variieren.

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Eine kurze Anleitung für eine einfache Blüte wäre z.B.:
– mit der Häkelnadel 4 Luftmaschen (Lm) anschlagen und mit 1 Kettmasche zu einem Ring schließen
– 1. Runde: in diesen Ring aus Lmn nun 10 feste Maschen (fM) häkeln.
– 
2. Runde: *in die erste Masche eine 1 fM, in die nächste Masche 1 hStb, 2 Stb, 1 hStb häkeln, das Ganze ab * viermal wiederholen. So müssten bei euch insgesamt 5 Blütenblätter entstehen. Die Runde schließt ihr mit einer Kettmasche in die 1. Masche vom Anfang. Den Faden großzügig abschneiden und durch die Schlinge ziehen. Fertig. Den Faden könnt ihr entweder in der Blüte vernähen oder gleich zum Befestigen am Mobile benutzen.

Eine doppelte Blüte findet ihr beispielsweise hier. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Anleitungen im Netz und bei Youtube. Schaut euch einfach um und lasst euch inspirieren. Erlaubt ist, was gefällt.

Damit endet heute der erste Teil der Anleitung. In der nächsten Woche folgt Teil zwei. Ihr hättet also genügend Zeit euch bei Interesse alle nötigen Materialien zu besorgen und nächste Woche einfach mitzuhäkeln. Dann zeige ich euch das noch fehlende Blattwerk, wie ich die Blüten befestige und natürlich auch das Endprodukt. Ein wenig Spannung muss sein.

Euch allen einen schönen Creadienstag und natürlich noch eine tolle Woche.
Eure Mona

 

Frühlingshafter Regenbogen-Schal

Nach einer längeren Häkelpause gibt es heute endlich Neuigkeiten von meiner Häkelnadel.
Regenbogen Schal 2

Für die Übergangszeit brauchte ich nämlich dringend einen schmalen Schal, der mich morgens bei kühleren Temperaturen wärmt. Nachmittags dient der kleine Begleiter dann eher als modisches Accessoire und kann schnell in der Tasche verstaut werden.
Außerdem sollte der treue Begleiter natürlich hübsch aussehen und gute Laune verbreiten.

Nach einigen Überlegungen habe ich mich für das Granny Stripe Muster entschieden. Es ist luftiger als feste Maschen, häkelt sich leicht von der Hand und sieht elegant aus. Ich habe es bereits bei Babydecken, kleinen Taschen und einem Häkelkissen verwendet.

Luftmaschenkette
Begonnen habe ich meinen Schal mit einer langen Kette von Luftmaschen. Bei mir waren es in der 1. Reihe 270 Luftmaschen. Wichtig ist, dass es sich um ein Vielfaches von drei handelt.

 

 

Regenbogen Schal 4
In der 2. Reihe wird in jede Masche eine feste Masche gearbeitet.
In der 3. Reihe beginnst du nun das Granny Stripe Muster zu arbeiten. Dazu häkelst du zunächst drei Luftmaschen, die das erste Stäbchen ersetzen. Dann folgt ein zweites Stäbchen in die erste Masche. Nun lässt du zwei Maschen aus und stichst erst in die dritte Masche der zweiten Reihe. In diese Masche häkelst du nun drei Stäbchen. Wieder zwei Maschen auslassen und in die dritte Masche drei Stäbchen häkeln. So geht es immer weiter. Du beendest die Reihe indem du wie zu Beginn nur zwei Stäbchen in die letzte Masche häkelst.

 

Regenbogen Schal 3
Die 4. Reihe beginnst du wieder mit drei Luftmaschen, die das erste Stäbchen ersetzen. Entgegen der dritten Reihe arbeitest du hier nur ein Stäbchen und dann gleich ein Cluster von drei Stäbchen in den ersten Zwischenraum von der vorhergehenden Reihe.

 

In den folgenden Reihen wechseln sich ein Stäbchen und zwei Stäbchen zu Beginn der Reihe jeweils ab. Am Ende kannst du eine Reihe feste Maschen in jede Masche häkeln und nach Belieben noch eine Umrandung ergänzen.

Hier noch einige Bilder von meinem Regenbogen-Schal:

Regenbogen-Schal 6Regenbogen-Schal 5

Regenbogen-Schal
Und hier seht ihr den noch nicht ganz fertigen Schal an mir. Es fehlen noch einige Häkel-Reihen und eine schicke Umrandung. Aber allzu lange wir das wohl nicht mehr dauern.

Achso, als Wolle verwende ich hier Special DK aus Acryl und verarbeite es mit einer Häkelnadel der Größe 3.

Damit gehe ich nun zum Creadienstag und der Häkelliebe nach einem eher ruhigen Osterwochenende.

 

Euch allen einen guten Start in die neue Woche.
Eure Mona

Osterkarten selbst gemacht

Heute war es Zeit für die Einstimmung auf Ostern. Bisher sah es bei uns wegen akuten Zeitmangels noch wenig österlich aus. Nun gibt es einen Osterstrauß mit kleinen Ostereiern sowie ein wenig Deko drum herum. Der kleine Hoppel, oder wie das Lieblingskind sagen würde: „Poppel!“, hat es sich gleich neben der Vase bequem gemacht.

Osterstrauß

Zu Ostern gehören aber auch Karten an die Familie und liebe Freunde. Vor einiger Zeit hatte ich hier schon etwas Vorarbeit geleistet. Heute wollte ich das Projekt „Osterkarten“ zu Ende bringen, damit ich sie noch rechtzeitig zur Post bringen kann.

Für alle, die ihre Karten noch nicht fertig haben, gibt es hier noch etwas Anregung und Inspiration für eigene Karten. So geht’s:

Ihr braucht:
– blanko Karten (z.B. von der Goldenen Bohne)
– Washi bzw. Masking bzw. Deko-Tape
– Blumensamen
– eine Seite gestaltetes Papier vom Lieblingskind
– diverse (Bastel-)Vorlagen für Ostereier, Hasen o.ä.
– Osteranhänger z.B. aus Filz

Variante eins:
Osterkarte

Mein Favorit ist diese Variante.
Aus einem beliebigen Papier wird ein Ostermotiv wie beispielsweise dieser sitzende Hase ausgeschnitten und anschließend aufgeklebt. In der Karte ist noch genug Platz für einen Ostergruß.
Ich habe hier Papier verwendet, dass das Lieblingskind mit Fingerfarben „betupft“ hat.  Ist etwas aufwendiger und eine Riesensauerei, aber ich finde, es lohnt sich!

 

 

Variante zwei:

Osterkarte 2
Mit Washi/ Deko-Tape wird ein Ostermotiv „nachgearbeitet“. Ich habe dafür einfach Streifen für Streifen des Klebebandes auf dem Osterei angeordnet, bis keine freie Stelle mehr übrig war. Dann noch einen netten kleinen Spruch daneben, alles aufkleben, fertig!

 

Variante drei:
Osterkarte 3
Hier habe ich einen Osteranhänger aus Filz neben den Ostergruß geklebt. Der Empfänger bzw. die Empfängerin kann den Anhänger dann an dem eigenen Osterstrauß befestigen und im nächsten Jahr wiederverwenden. Also die besonders umweltfreundliche Variante.

 

Variante vier:
Osterkarte vier
Hier kommt noch eine etwas ungewöhnliche Idee, die ich im letzten Jahr hatte.
Blumensamen!
Einfach eine kleine Tüte mit Blumensamen (z.B. der Schmetterlingsgruß aus dem Bio-Laden oder Sonnenblumen) an der Karte befestigen. Fertig!
Auf dieser Karte hier fehlt noch die Deko mit Deko-Tape und auch der Osterspruch.

 

 

Je nachdem wie viel Zeit man hat, entsteht so eine nette, kleine Auswahl an Osterkarten für die Familie und Freunde.

Osterkarten

Die Ideen für die Osterkarten teile ich heute beim Creadienstag und bei Pamelopee und schau mich gleich noch ein wenig um, was bei den anderen Kreativen so kurz vor Ostern passiert.

Einen schönen Tag wünscht,
Eure Mona

Basteln mit Kindern

Vor einiger Zeit habe ich in einer Bastelzeitschrift („Basteln mit Kindern“) eine nette Deko-Idee für das Frühjahr und insbesondere Ostern gesehen. Es war eine Art Aufsteller in Hühnchen-Form, der mit lauter kleinen Punkten versehen war. Ich muss gestehen, dass ich die Anleitung nur kurz überflogen habe und dann die Zeitschrift wieder zurück gelegt habe. Die Idee aber blieb in meinem Kopf und entwickelte sich weiter – ja machte geradezu Purzelbäume und beflügelte meine Fantasie. Ein Osterei mit kleinen Punkten, ein kleiner Hase mit kleinen Punkten – eine Oster-Grußkarte mit kleinen Punkten!

Also beschloss ich an meinen freien Tagen mit Mr. T die Idee aus der Zeitschrift zu verwirklichen. Als Materialien besorgte ich:
– einen Malblock wahlweise auch Karton
– Fingerfarben
– eine Malunterlage
– ein altes T-Shirt oder eine Malschürze für den Zwerg (heißt das so in Fachkreisen?!)
– eine Küchenrolle oder feuchte Tücher
– etwas Geduld …
Später braucht man dann noch eine Schere, farbige Grußkarten und Klebstoff.

Ein kleines Set Fingerfarben habe ich spontan in einem größeren Rossmann für 6,99 Euro erstanden. Es sind die drei Grundfarben gelb, rot und blau sowie grün darin. Für den Anfang meiner Meinung nach völlig ausreichend.

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Für diejenigen, die nun immer noch Fragezeichen in den Gesichtern haben, folgt hier die Anleitung.

Los geht’s:
Mit den Fingerfarben macht man bzw. das Kind mit seinen Fingern/Fingerkuppen viele kleine Punkte auf ein Blatt Papier. In verschiedenen Farben und Größen – einfach bunt durcheinander. Das fällt Kindern meist nicht besonders schwer. Mir auch nicht.

nur Hand und Punkte

Dann alles trocknen lassen. Anschließend aus dem bunt bedruckten Bild die gewünschte Form mit einer Schere ausschneiden z.B. ein Osterei, ein Hase, ein Huhn, ein Herz (zum Valentinstag) … Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer nicht gut zeichnen kann, findet jede Menge Vorlagen, die man auch als Schablone verwenden kann, bei Google. Einfach z.B. „Vorlage Ostern“ eingeben und bei den Bildern schauen, was einem gefällt.

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Die ausgeschnittene Vorlage nun auf eine Grußkarte legen, vielleicht ein bisschen rumprobieren, bis das Ergebnis überzeugt und mit dem Klebstoff festkleben. Tadah. Fertig ist die selbstgemachte individuelle Oster-Grußkarte, über die sich Oma und Opa (andere natürlich auch) sicher riesig freuen.

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Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden! Nun könnte man weiter herumexperimentieren beispielsweise mit Washi Tape oder einfach mit Buntstiften.

Würde mich über Bilder von euren Kunstwerken freuen.

Einen schönen Abend.

How to – Stäbchen häkeln

Wie ihr im Beitragsbild sehen könnt, macht das Projekt Kissenhülle weiter Fortschritte. Ich habe fleißig gehäkelt und bin nun in Reihe 37. Dreizehn Farben wurden bisher von mir verarbeitet. Mittlerweile misst die Kissenhülle ganze 25 cm, sodass bald das Ende erreicht ist. Nächsten Montag will ich die Marienkäfer-Knöpfe besorgen, damit ich das Kissen verschließen kann.

NachmessenBeim Arbeiten an der Hülle kam mir die Idee, eine erste eigene Anleitung bzw. ein erstes Tutorial zu erstellen. Sicher gibt es schon viele und gute Anleitungen zum Thema Häkeln im Netz, aber ich möchte nicht immer nur auf andere verweisen, sondern es eben mal selbst ausprobieren.
In Anlehnung an mein aktuelles Projekt, die Kissenhülle, beschäftigt sich mein erstes DIY mit dem Stäbchen, einer Maschenart beim Häkeln. Das Grundmuster des Kissens ist nämlich das Granny Stripe Muster, dass aus Stäbchen besteht.
Also, los geht’s:

IMG_0322 Als erstes bilde ich einen Umschlag, in dem ich den Faden einmal um die Häkelnadel „wickel“.

IMG_0323 Dann steche ich mit der Nadel durch die nächste Masche und hole den Faden durch diese Masche, sodass ich nun drei Schlingen auf meiner Häkelnadel habe.

IMG_0325 Als nächstes hole ich erneut den Faden und ziehe ihn durch zwei der drei Schlingen hindurch.

IMG_0327 Habe ich das getan, sind wieder zwei Schlingen auf der Nadel.

IMG_0328 Nun hole ich ein letztes Mal den Faden und ziehe ihn zum Abschluss durch beide Schlingen hindurch.

IMG_0329 Damit ist das Stäbchen fertig und ich kann erneut beginnen.

Verstanden? Ich hoffe, die Bilder und Beschreibungen sind so eindeutig, dass man alles gut versteht.
Es war gar nicht so einfach, mit einer Hand die Häkelarbeit zu halten und mit der anderen ordentliche Bilder zu machen. Bei Fragen stehe ich wie immer gern zu Verfügung.

Einen schönen Abend noch.